PV & Vergütung
Was du je PV-Anlage hinterlegst, welche Vergütungsmodelle es gibt und wie die Marktprämie entsteht.
Unter Allgemeine Informationen legst du neben den Firmendaten und dem Lastgang jede PV-Anlage an. Welche Profile dazugehören, steht im Lastprofil.
Deine PV-Anlagen
Für jede PV-Anlage hinterlegst du:
- Peak-Leistung und Ausrichtung (Azimut und Neigung; für Ost-West-Anlagen sind mehrere Ausrichtungen möglich).
- Jahr der Inbetriebnahme, das die EEG-Regel bei negativen Strompreisen bestimmt.
- Das Vergütungsmodell: Einspeisevergütung, Marktprämie oder Direktvermarktung.
- Den Toggle „Speicher-Einspeisung erlauben“, der steuert, ob die Batterie selbst ins Netz einspeisen darf.
Vergütungsmodelle
| Modell | Was du eingibst | Was du je eingespeister kWh bekommst |
|---|---|---|
| Feste Einspeisevergütung | EEG-Vergütung in €/kWh | den festen Satz; bei negativen Strompreisen 0 €/kWh (Solarspitzengesetz) |
| EEG-gleitende Marktprämie | anzulegender Wert in €/kWh | den Spotpreis der Viertelstunde plus die Marktprämie |
| Direktvermarktung ohne EEG | — | den Spotpreis der Viertelstunde |
Die Marktprämie ist der anzulegende Wert minus den Marktwert Solar der Abrechnungsperiode, mindestens 0. Der Marktwert Solar ist ein bundesweiter, erzeugungsgewichteter Durchschnitt (in Österreich der monatliche Referenzmarktwert von E-Control) — er hängt nicht davon ab, wann du einspeist. Die Prämie ist deshalb ein konstanter Zuschlag pro kWh, und der Speicher verändert allein den Spot-Anteil deines Erlöses.
In den Ergebnissen findest du den ⌀ Einspeisepreis nach Batterie: den Preis, den die Optimierung im Schnitt erzielt hat. Bei Marktprämie und Direktvermarktung liegt er regelmäßig über deinem anzulegenden Wert, weil die Batterie die Einspeisung in teure Stunden verschiebt. Bei fester Vergütung kann er umgekehrt darunter liegen: durch das Solarspitzengesetz wird bei negativen Strompreisen nichts vergütet, und das senkt den Jahresdurchschnitt. Die Gebühr deines Direktvermarkters ist in keinem Fall abgezogen — erfasse sie bei Bedarf als negativen Betrag unter „Zusätzliche Kosten“ im Feld „Zusätzliche Erträge oder Kosten“.
Daneben steht der ⌀ Einspeisepreis vor Batterie: derselbe Durchschnitt für die PV-Anlage allein. Die Differenz zwischen beiden Zahlen ist der Beitrag des Speichers — und der Wert, den du gegen die Abrechnung deines Direktvermarkters halten kannst. Bei der Marktprämie ist die Prämie in beiden Zahlen identisch, weil sie nicht vom Einspeisezeitpunkt abhängt; verschieben lässt sich nur der Spotanteil.
MiSpeL: Einspeisung aus der Batterie
Lädt die Batterie auch Netzstrom, ist der Strom, den sie einspeist, nur zum Teil Grünstrom. Furo rechnet dafür in Deutschland mit der Abgrenzungsoption nach MiSpeL. Zuerst ermittelt Furo den Grünstromanteil der Batterie über das ganze Jahr: PV-Ladung geteilt durch die gesamte Ladung. Dann gilt:
- Direkte PV-Einspeisung erhält die volle Vergütung.
- Einspeisung aus der Batterie erhält bei der Marktprämie den Spotpreis, die Marktprämie aber nur für den Grünstromanteil. Bei fester Einspeisevergütung wird nur der Grünstromanteil vergütet.
Lädt die Batterie nur PV-Strom, liegt der Anteil bei 100 % und es wird nichts gekürzt. Hintergrund, Blogbeiträge und Webinare findest du im Wissenspaket MiSpeL.
Annahmen zu MiSpeL: Furo rechnet mit einem Grünstromanteil für das ganze Jahr, nicht pro Viertelstunde. Die Fahrweise plant Furo mit der vollen Vergütung und wendet die Aufteilung danach auf den Erlös an. Die Ausschließlichkeitsoption bildet Furo nicht ab.